Zollbeleg bearbeiten

Grundsätzliche Arbeitsweise des Moduls

Unter einen Zollbeleg versteht man einen separaten „Beleg“, der alle Positionen eines Ausfuhrvorgangs beinhaltet.

Im Verlaufe der Bearbeitung werden zunächst die Positionen von einem oder mehreren Office Line Belegen übernommen. Diese können dann in der Vorgangsbearbeitung im Zollmodul ergänzt werden (z.B. durch Warentarifnummern) und schließlich zu AE-Positionen zusammengefasst werden. Nach Eingabe aller notwendigen Daten wird die Ausfuhrerklärung zum Zoll übermittelt.

 

Vorgehensweise

Erfassen Sie zunächst die notwendigen Kopfdaten. Die Rechnungs- und Versandanschrift wird dabei vom zugrundeliegenden Beleg der Office Line übernommen. Ergänzend können Sie einen Spediteur auswählen (dieser wird beim Ausdruck eines Speditionsauftrags verwendet) oder einen Endverwender angeben.

Sie können außerdem weitere Belege hinzufügen, deren Positionen in die Ausfuhrerklärung aufgenommen werden sollen.

Nachdem Sie alle erforderlichen Angaben erfasst haben, nutzen Sie den Button Optionen der rechten Schaltfläche und klicken den Menüpunkt „Zollrechnungspositionen erstellen“ an. Nun werden alle Positionen des aktuellen Belegs und der zusätzlich zugeordneten Belege in den Zollvorgang übernommen.

Die Positionen sehen Sie im Register „Positionen Zollrechung“.

In diesem Register können Sie, sofern nicht bereits vorhanden, weitere Angaben zu den Positionen machen. Beispielsweise kann eine Eigen- und Rohmasse erfasst werden, sofern diese nicht bereits aus dem Artikelstamm übernommen wurden.

Das Feld „Stat M.“ gibt an, ob die Menge als statistische Menge übergeben werden soll. Falls ja, können Sie zusätzlich die Statistische Mengeneinheit mit angeben.

Wenn Sie die Überarbeitung der Positionen abgeschlossen haben, können Sie durch Klicken auf Optionen – Meldepositionen erzeugen die entsprechenden Meldepositionen erzeugen. Eine Meldeposition ist die Zusammenfassung aller Einzelpositionen mit gleicher Warennummer, Ursprungsregion, Ursprungsland und Mengeneinheit.

Eine Meldeposition entspricht einer Position auf der Ausfuhrerklärung.

Mit der Schaltfläche „Positionen“ auf diesem Register können Sie sich anzeigen lassen, welche Positionen zu dieser Position zusammengefasst wurden. Über „Details“ können Sie weitere Detailangaben vornehmen, z.B. Angaben zu den Unterlagen, den Containernummern oder „Besondere Vermerke“.

Im Register Packstücke können Sie nun angeben, wie Ihre Waren verpackt wurden. Dabei können Sie einen Packstücktyp auswählen, dessen Menge und das Gewicht der Verpackung mit angeben. Bitte beachten Sie, dass sich das Gewicht des Inhalts aus der Summe der Positionsgewichte ergibt; hier ist nur noch das reine Verpackungsgewicht anzugeben.

Unter Nummern/Zeichen müssen Sie eine Referenznummer zum Packstück angeben. Dieses Feld ist ein Pflichtfeld. Liegen Ihnen keine Nummern vor, geben Sie eine fortlaufende Nummerierung an (z.B. 1 bis 7). Das Feld darf aber auf keinen Fall leer bleiben.

Im Register Ausfuhrerklärung geben Sie die Details zu Ihrer Ausfuhr an. Die dort angezeigten Felder sind weitestgehend selbsterklärend.

Beachten Sie bitte, dass Sie unter „Route“ nur noch die Länder angeben müssen, die zwischen dem Versandland und dem Empfängerland liegen. Das Versandland (Deutschland) un das Empfängerland selbst müssen Sie nicht mehr angeben.

Um Register „EUR.1/ATR.1“ geben Sie die Angaben für diese Erklärungen an. Diese werden in das entsprechende Formular gedruckt. Eine elektronische Übermittlun der EUR.1/ATR.1 ist derzeit noch nicht vorgesehen.

Im Register „Speditionsauftrag“ machen Sie alle Angaben, die Sie für den Ausdruck eines Speditionsauftragsbenötigen. Auch hier erfolgt keine elektronische Übermittlung. Diese Programmfunktion dient lediglich dazu, einen Speditionsauftrag zu drucken, den Sie ihrem Spediteur mitgeben. Damit kann dieser nachweisen, dass er Waren in Ihrem Auftrag transportiert.